Die in Frankreich geltenden Ausgangsbeschränkungen

 
 
Deutschsprachige Personen finden hier die wichtigsten in Frankreich geltenden Maßnahmen zur Bekämpfung der Coronavirus-Epidemie. Diese Informationen sind nur als Richtlinien zu verstehen, nur die offiziellen französischen Texte haben Rechtsgültigkeit.
 

Cette page contient des informations sur les mesures en vigueur en France, traduites en allemand. Pour retrouver les informations en français, cliquez sur ce lien : http://www.haut-rhin.gouv.fr/Actualites/Actualites-du-Prefet-et-des-Sous-Prefets/Coronavirus-COVID-19/Les-mesures-prises-face-au-coronavirus-covid-19


Am 16. März 2020 hat der französische Präsident entschieden Maßnahmen zu ergreifen, um soziale Kontakte und das Betreten öffentlicher Plätze auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. In ganz Frankreich gelten seit Dienstag, dem 17. März 2020 um 12 Uhr Ausgangsbeschränkungen und das für mindestens fünfzehn Tage.

In Frankreich ist es streng verboten, das Haus zu verlassen außer für folgende Ausnahmefälle:

  • Fahrten zwischen dem Wohnort und dem Arbeitsplatz, wenn sie absolut notwendig sind und Homeoffice nicht möglich ist (in diesem Fall: mit einem dauerhaften Beweis) oder Geschäftsreisen, die nicht verschoben werden können;
  • Fahrten, um dringende Einkäufe in Geschäften zu erledigen, die weiterhin offenbleiben dürfen (Liste auf gouvernement.fr);
  • Fahrten aus gesundheitlichen Gründen außer für Arzt- und Krankenpflegetermine, die nicht per Fernberatung erfolgen oder aufgeschoben werden können. Diese Einschränkungen gelten nicht für Patienten mit Langzeiterkrankungen;
  • Fahrten aus zwingenden familiären Gründen, aus Kinderbetreuungsgründen oder um schutzbedürftigen Personen zu helfen;
  • kurze Ausflüge für individuelle sportliche Aktivitäten (insofern es sich nicht um kollektive Sportarten handelt), für die Bedürfnisse von Haustieren und der Spaziergang mit den im gleichen Haushalt lebenden Angehörigen. Diese Ausflüge sollen nicht mehr als eine Stunde dauern und innerhalb eines maximalen Umkreises von einem Kilometer um das Haus stattfinden;
  • bestimmte Fahrten, um Pflichten nachzukommen, die von einem Richter, der Polizei oder anderen Verwaltungsbehörden auferlegt wurden.

Für jeden Gang aus dem Haus muss jede Person ihren Personalausweis und eine datierte und unterschriebene eidesstattliche Erklärung, die sogenannte „attestation dérogatoire de déplacement" mit sich führen. Sie können diese auf der Website der französischen Regierung (www.gouvernement.fr ) oder der Präfektur Haut-Rhin herunterladen.

> attestation_de_deplacement_dérogatoire_27032020 - format : PDF sauvegarder le fichiersauvegarder le fichier - 0,14 Mb

Bei Fahrten zwischen dem Wohnort und dem Arbeitsplatz oder bei Geschäftsreisen - und nur in diesen Fällen, muss die „attestation dérogatoire de déplacement" durch ein vom Arbeitgeber ausgefülltes Dokument ersetzt werden. Dieses Dokument kann zwei Wochen lang gültig sein. Es besteht entweder aus:

- einer Bescheinigung des Arbeitgebers (für Angestellte)
- oder einem Nachweis für die Geschäftsreise „justificatif de déplacement professionnel" (für alle anderen Arbeitnehmer). Sie können auch dieses Dokument auf den oben aufgelisteten Webseiten herunterladen.

> justificatif_deplacement_professionnel_27032020 - format : PDF sauvegarder le fichiersauvegarder le fichier - 0,23 Mb

Diese Anweisungen gelten auch für die grenzüberschreitenden Arbeitnehmer.

Diese Dokumente können auch auf Normalpapier erstellt werden. Sie dürfen diese Bescheinigungen nicht auf einem Smartphone oder auf anderen digitalen Medien zeigen.

Außerdem ist im ganzen Department Haut-Rhin der Zugang zu folgenden Orten verboten: alle Parks, öffentlichen Gärten, Kiesgruben, Wälder, Gewässer, Ufer, Spielplätze, Fitnesspfade und städtische Sportplätze.

Für die Bekämpfung der Ausbreitung der Epidemie sind die französische Polizei und die Gendarmen angehalten, die strenge Einhaltung dieser Containment- und Ausgangsbeschränkungsmaßnahmen zu kontrollieren. Verstöße gegen die vorgenannten Regeln werden mit einer Geldbuße von 135 Euro geahndet.

Die Landesgrenzen zwischen Frankreich und Deutschland einerseits und anderseits zwischen Frankreich und der Schweiz sind nicht geschlossen, sie werden verstärkt kontrolliert. Diese Grenzkontrollen ermöglichen es zu überprüfen, ob jede Reise zur Liste der oben aufgelisteten Ausnahmen gehört.